Wenn die Gedanken wieder kreisen

Kennst Du das Gefühl, wenn sich mal wieder alles in Deinem Kopf dreht und Du scheinbar keine Ruhe findest? So geht es den meisten Menschen, denn unser Verstand ist ein Spezialist darin Probleme zu kreieren, wo es gar keine gibt. Das Problem dabei: Zu viele dieser negativen Gedanken machen uns nicht nur unglücklich, sie können sogar Krankheiten verursachen. Wirtschaftliche Studien fanden heraus, dass wir pro Tag ca. 60.000 Gedanken haben – gerade mal 3 % davon sind aufbauen.

Doch wie kommt man raus aus dem Gedanken-Chaos?

An erster Stelle ist es wichtig zu begreifen, dass Du nicht dein Verstand und Deine Gedanken bist. Du bist vielmehr das Bewusstsein, welches darunter liegt. Das mag für manche, die davon zum ersten Mal hören, vielleicht erstmal befremdlich klingen. Ein praktisches Beispiel: Denke an eine Situation, in der Du innerlich vollkommen ruhig und still warst. Hast du da aufgehört zu existieren, nur, weil Du nicht gedacht hast? Nein, wahrscheinlich war dies sogar ein sehr friedlicher und freudvoller Moment für Dich. In diesem Moment hast Du Deine wahre Präsenz wahrgenommen. Deine Seele hat den Moment erlebt, ohne dafür den Verstand zu benötigen. Du kannst also gar nicht einfach nur Deine Gedanken sein. An dieser Stelle möchte ich dir wärmstens das Buch „Jetzt” von Eckhart Tolle empfehlen. In diesem wird all dies noch viel genauer und vor allem sehr verständlich erklärt. 

Meditation als Weg zur inneren Stille

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit denen du innerlich für mehr Ruhe und Klarheit sorgen kannst. Wie bereits oben beschrieben, ist es grundlegend wichtig, Dir erst einmal bewusst zu machen, dass Du nicht Deine Gedanken bist und aus dieser Identifikation herauszutreten. 

Meditation ist ein grundlegendes Werkzeug, welches Dir dabei hilft, aus dieser Identifikation herauszutreten und Deinen Verstand zu beruhigen. Falls Du ein Anfänger bist, was das Meditieren betrifft, gibt es verschiedene Möglichkeiten das Ganze anzugehen. Beispielsweise kannst Du geführte Meditationen nutzen, um Dir den Einstieg zu erleichtern. Auch entspannte Hintergrundmusik kann Dir das Meditieren gerade zu Beginn zu angenehmer machen. Schön ist es, wenn Du es irgendwann schaffst, in vollkommener Stille zu meditieren. Dies kannst Du Dir als kleines, motivierendes Ziel setzen. Doch sei auch hier geduldig mit Dir und nimm Dir die Zeit, die Du brauchst. Auch wenn es von Anfang an vielleicht nicht so gut klappt, bleib dran – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. 😉

EFT (Emotional Freedom Technique)

EFT ist ein Tool, das ich sehr gerne bei mir selbst oder bei meinen Klientinnen anwende. Es hilft dabei, innerhalb kürzester Zeit das Gedanken- und Gefühlschaos zu regulieren und wieder in die innere Mitte zu gelangen. Der Vorteil dieser Klopftechnik ist, dass sie überall und jederzeit anwendbar ist und sofort hilft. Du findest im Internet zahlreiche Videos und Anleitungen zu dem Thema. 

3 Schritte, die dir dabei helfen das Gedankenkarussell nachhaltig zu stoppen

Schritt 1: Hinsehen!

Betrachte Deine Gedanken mal aus der „Vogelperspektive“ und nimm wirklich wahr, was da ist. Gib Dir die Zeit einfach mal zu beobachten, was Du denkst. 

Schritt 2: Analysieren!

Schreib Deine Gedanken auf. Jeden noch so kleinen Gedanken. Ordne Deine Gedanken verschiedenen Gefühlen zu. Erkennst Du Muster? Tauchen verschiedene Gefühle öfters auf? Dann schau dort genauer hin, da möchte etwas gesehen werden! 

Schritt 3: Handeln!

Setze jedem negativen Gedanken etwas Positives entgegen. Das erfordert Zeit und Konsequenz. Wenn Du es aber regelmäßig praktizierst wirst Du belohnt werden.

Die gute Nachricht ist: Unser Geist und unsere Gedanken lassen sich trainieren. Deine jetzigen Gedankenmuster sind in gewisser Weise auch antrainiert. Deshalb hast Du diese Gedanken auch nicht erst seit gestern. Sie formen sich aus Ereignissen, Gesprächen usw.

Wenn Du regelmäßig übst positiv zu denken, bei negativen Gedanken genau hinzusehen und daran zu arbeiten, dann wird es bald zu einer Gewohnheit werden und Dir viel leichter fallen. Der Erfolg geschieht nicht über Nacht – aber die Arbeit lohnt sich.

Was ist Deine Lieblings-Methode um das Gedankenkarussell zu stoppen? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich darauf, von Dir zu hören! 🙂 

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